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Weimar – Kulturstadt zwischen Klassik, Bauhaus und deutscher Geschichte
Weimar gehört zu den bedeutendsten Kulturstädten Deutschlands. Obwohl die Stadt mit rund 66.000 Einwohnern vergleichsweise klein ist, hat sie die deutsche und europäische Geschichte in außergewöhnlicher Weise geprägt. Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Walter Gropius sind eng mit Weimar verbunden. Gleichzeitig erinnern die Weimarer Republik, das Bauhaus und die Gedenkstätte Buchenwald daran, dass die Stadt nicht nur für Literatur und Kunst, sondern auch für politische Aufbrüche und die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte steht.
Geografische Lage und Bundesland
Weimar liegt im Freistaat Thüringen und damit ungefähr in der Mitte Deutschlands. Die kreisfreie Stadt befindet sich zwischen der Landeshauptstadt Erfurt im Westen und der Universitätsstadt Jena im Osten. Durch das Stadtgebiet fließt die Ilm, an deren Ufern sich der berühmte Park an der Ilm erstreckt. Nördlich von Weimar erhebt sich der Ettersberg, während sich südlich und östlich sanfte Hügellandschaften, Felder und kleinere Ortschaften anschließen.
Die zentrale Lage macht Weimar zu einem gut erreichbaren Reiseziel. Erfurt liegt nur etwa 25 Kilometer entfernt, Jena ungefähr 20 Kilometer. Leipzig, Halle und Nürnberg sind ebenfalls über Straße und Schiene gut erreichbar. Das Stadtgebiet umfasst neben der historischen Innenstadt mehrere ländlich geprägte Ortsteile. Dadurch verbindet Weimar das Flair einer lebendigen Kultur- und Universitätsstadt mit viel Grün und einer ruhigen Umgebung.
Einwohnerzahl
Weimar hat rund 66.000 Einwohner. Nach den veröffentlichten Melderegisterdaten der Stadt lebten zum Ende des ersten Quartals 2025 insgesamt 66.074 Menschen mit Hauptwohnsitz in Weimar. Ende 2024 waren es 66.281 Einwohner. Damit gehört Weimar neben Erfurt, Jena und Gera zu den kreisfreien Städten Thüringens.
Durch die Bauhaus-Universität Weimar und die Hochschule für Musik Franz Liszt leben außerdem viele Studierende, internationale Lehrkräfte, Künstler und Kulturschaffende in der Stadt. Diese Mischung verleiht Weimar trotz seiner überschaubaren Größe ein internationales und kreatives Stadtbild.
Entstehung und frühe Geschichte
Die Umgebung Weimars war bereits lange vor dem Mittelalter besiedelt. Die eigentliche Stadt entwickelte sich vermutlich aus mehreren kleinen Siedlungsbereichen rund um eine Burganlage, einen Wirtschaftshof und frühe Kirchenstandorte. Im Jahr 899 wurde der Ort erstmals unter der Bezeichnung „Vvigmara“ urkundlich erwähnt. Im Jahr 1249 bezeichnete eine Urkunde Weimar erstmals ausdrücklich als Stadt.
Im späten Mittelalter gehörte das Gebiet zunächst den Grafen von Weimar-Orlamünde. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts fiel Weimar im 14. Jahrhundert an das Haus Wettin. Einen entscheidenden Entwicklungsschritt erlebte die Stadt im 16. Jahrhundert. Nachdem die ernestinischen Wettiner einen großen Teil ihrer bisherigen Macht und wichtige Residenzen verloren hatten, wurde Weimar 1552 zur Residenzstadt.
Mit dem Hof kamen Beamte, Handwerker, Künstler und Gelehrte in die Stadt. Dadurch wuchs Weimars politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Die Entwicklung zur Residenzstadt legte zugleich den Grundstein für die spätere Rolle Weimars als eines der wichtigsten kulturellen Zentren Deutschlands.
Weimarer Klassik und das goldene Zeitalter
Seine berühmteste Epoche erlebte Weimar im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Herzogin Anna Amalia und später ihr Sohn Herzog Carl August förderten Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaft. Ihr Hof zog zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten an. Christoph Martin Wieland kam 1772 nach Weimar, Johann Wolfgang von Goethe folgte 1775. Johann Gottfried Herder wirkte ab 1776 in der Stadt, Friedrich Schiller ließ sich 1799 dauerhaft in Weimar nieder.
Aus dem Austausch dieser Schriftsteller und Denker entstand die Weimarer Klassik. Sie beschäftigten sich mit Humanität, Freiheit, Bildung, Schönheit und der Verantwortung des Menschen. Goethe verbrachte rund fünf Jahrzehnte in Weimar und übernahm neben seiner schriftstellerischen Arbeit auch politische und administrative Aufgaben. Schiller schrieb hier einige seiner wichtigsten Dramen.
Die Werke und Ideen dieser Persönlichkeiten machten Weimar zu einem Zentrum europäischer Geistesgeschichte. Seit 1998 gehören zahlreiche Gebäude, Schlösser und Parkanlagen des klassischen Weimar zum UNESCO-Welterbe. Dazu zählen unter anderem Goethes Wohnhaus, Schillers Wohnhaus, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, der Park an der Ilm und mehrere historische Schlossanlagen.
Weimar als Musikstadt
Auch die Musikgeschichte der Stadt ist bedeutend. Johann Sebastian Bach lebte von 1708 bis 1717 in Weimar und wirkte am herzoglichen Hof. In dieser Zeit entstanden wichtige Orgel- und Kantatenwerke. Zwei seiner bekannten Söhne, Wilhelm Friedemann Bach und Carl Philipp Emanuel Bach, wurden in Weimar geboren.
Im 19. Jahrhundert machte Franz Liszt Weimar zu einem international beachteten Musikzentrum. Als Hofkapellmeister führte er zeitgenössische Werke auf und unterstützte junge Komponisten. Seine damalige Wohnung, das Liszt-Haus am Rand des Parks an der Ilm, kann heute besichtigt werden.
Die Hochschule für Musik Franz Liszt führt diese musikalische Tradition bis heute fort. Durch Konzerte, Wettbewerbe und internationale Studierende bleibt Musik ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Weimar.
Weimarer Republik und Bauhaus
Nach dem Ersten Weltkrieg rückte Weimar in den Mittelpunkt der deutschen Politik. Wegen der unruhigen Verhältnisse in Berlin trat die verfassungsgebende Deutsche Nationalversammlung 1919 im Deutschen Nationaltheater in Weimar zusammen. Dort wurde die neue demokratische Verfassung beraten und angenommen. Die politische Epoche von 1919 bis 1933 erhielt später den Namen Weimarer Republik.
Ebenfalls 1919 gründete der Architekt Walter Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus. Die Kunstschule wollte Architektur, Handwerk, Kunst und Gestaltung miteinander verbinden. Bedeutende Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Johannes Itten und Oskar Schlemmer unterrichteten zeitweise am Bauhaus.
Wegen politischer Widerstände verließ die Schule 1925 Weimar und zog nach Dessau. Dennoch gilt Weimar als Geburtsort dieser weltberühmten Bewegung. Die erhaltenen Bauhausstätten in Weimar gehören seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. Heute erinnert besonders das Bauhaus-Museum an die Ideen, Entwürfe und Künstler der einflussreichen Gestaltungsschule.
Nationalsozialismus und die Gedenkstätte Buchenwald
Zur Geschichte Weimars gehört auch ein besonders dunkles Kapitel. 1937 errichteten die Nationalsozialisten auf dem Ettersberg das Konzentrationslager Buchenwald. Zehntausende Menschen aus zahlreichen Ländern wurden dort inhaftiert, misshandelt und ermordet.
Die räumliche Nähe zwischen der Kulturstadt Weimar und dem Konzentrationslager zeigt den erschütternden Gegensatz zwischen humanistischen Idealen und nationalsozialistischer Barbarei. Heute ist die Gedenkstätte Buchenwald ein internationaler Erinnerungs- und Lernort.
Ausstellungen, historische Gebäude, das ehemalige Lagergelände und das Archiv dokumentieren die Geschichte der Verfolgten und Häftlinge. Ein Besuch gehört für viele Schulklassen, Reisegruppen und Einzelbesucher zur Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit.
Bedeutende Sehenswürdigkeiten in Weimar
In Weimar liegen zahlreiche kulturhistorisch bedeutende Orte nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören:
- Goethes Wohnhaus und Goethe-Nationalmuseum: Das barocke Haus am Frauenplan war fast 50 Jahre lang Goethes Wohnsitz.
- Schillers Wohnhaus: Hier lebte Friedrich Schiller von 1802 bis zu seinem Tod im Jahr 1805.
- Goethe- und Schiller-Denkmal: Das 1857 enthüllte Doppelstandbild vor dem Deutschen Nationaltheater gilt als Wahrzeichen Weimars.
- Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Besonders berühmt ist der prachtvolle Rokokosaal mit seiner historischen Büchersammlung.
- Park an der Ilm: Der Landschaftspark umfasst Goethes Gartenhaus, das Römische Haus und zahlreiche Denkmäler.
- Bauhaus-Museum Weimar: Das Museum präsentiert eine umfangreiche Bauhaus-Sammlung und erklärt die Ideen der berühmten Gestaltungsschule.
- Haus Am Horn: Das 1923 errichtete Versuchshaus zeigt die modernen Wohnvorstellungen des Bauhauses.
- Stadtkirche St. Peter und Paul: Die auch Herderkirche genannte Kirche besitzt einen bedeutenden Cranach-Altar.
- Schloss Belvedere: Die barocke Schlossanlage mit Park und Orangerie liegt südlich der Innenstadt.
- Schloss und Park Tiefurt: Der ehemalige Sommersitz von Herzogin Anna Amalia wurde zu einem Treffpunkt des Weimarer Musenhofes.
- Historischer Friedhof und Fürstengruft: Hier befinden sich die Särge Goethes und der Weimarer Fürstenfamilie.
- Haus der Weimarer Republik: Eine moderne Ausstellung widmet sich der Entstehung und Entwicklung der ersten deutschen Demokratie.
- Gedenkstätte Buchenwald: Der Erinnerungsort auf dem Ettersberg dokumentiert die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers.
Die Wohnhäuser berühmter Künstler, die Schlösser, Parks, Museen und Gedenkstätten machen europäische Kulturgeschichte in Weimar auf engem Raum erlebbar.
Tourismus und Besucherzahlen
Weimar gehört zu den meistbesuchten Städten Thüringens. Im Jahr 2024 registrierte die amtliche Tourismusstatistik 421.693 Gästeankünfte und 798.748 Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungen lag damit um 8,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Nur das touristisch besonders erfolgreiche Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 erreichte seit 1990 ein noch besseres Ergebnis.
In diesen Zahlen sind vor allem Gäste gewerblicher Beherbergungsbetriebe und Campingangebote enthalten. Zahlreiche Tagesbesucher, die beispielsweise aus Erfurt, Jena oder anderen Regionen Thüringens anreisen, kommen zusätzlich hinzu.
Besonders viele Gäste besuchen Weimar während des Zwiebelmarktes, zu Kulturveranstaltungen, Konzerten, Festivals, Weihnachtsmärkten und Sonderausstellungen. Auch die UNESCO-Welterbestätten und die Gedenkstätte Buchenwald sorgen ganzjährig für ein hohes Besucherinteresse.
Prominente Persönlichkeiten aus Weimar
Nur ein Teil der berühmten Weimarer wurde tatsächlich in der Stadt geboren. Viele kamen wegen des Hofes, der Kunst, der Musik oder der Bildungseinrichtungen nach Weimar und wirkten dort über längere Zeit.
In Weimar geboren wurden unter anderem:
- Wilhelm Friedemann Bach, Komponist und ältester Sohn Johann Sebastian Bachs
- Carl Philipp Emanuel Bach, Komponist und einflussreicher Musiker des 18. Jahrhunderts
- Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzog und Förderer der Weimarer Klassik
- Thomas Thieme, deutscher Schauspieler
- Ute Freudenberg, deutsche Sängerin
In Weimar lebten und arbeiteten unter anderem:
- Johann Wolfgang von Goethe
- Friedrich Schiller
- Johann Gottfried Herder
- Christoph Martin Wieland
- Johann Sebastian Bach
- Franz Liszt
- Friedrich Nietzsche
- Walter Gropius
- Paul Klee
- Wassily Kandinsky
- Lucas Cranach der Ältere
Diese ungewöhnliche Dichte bedeutender Persönlichkeiten begründete Weimars Ruf als Stadt der Dichter, Denker, Musiker und Gestalter.
Typische Speisen aus Weimar und Thüringen
Die Weimarer Küche ist eng mit der traditionellen Thüringer Küche verbunden. Viele Gerichte sind deftig, bodenständig und werden aus regionalen Zutaten hergestellt. Besonders bekannt sind:
- Weimarer Zwiebelkuchen: Ein herzhafter Kuchen aus Hefeteig, Zwiebeln, Eiern, saurer Sahne oder Schmand und Kümmel.
- Thüringer Rostbratwurst: Eine über Holzkohle gegrillte Bratwurst, die traditionell im Brötchen und mit Senf serviert wird.
- Thüringer Klöße: Kartoffelklöße, die häufig zu Rinderroulade, Sauerbraten, Gulasch oder Wildgerichten gereicht werden.
- Rostbrätel: Marinierte Schweinenackensteaks, die mit Zwiebeln gegrillt oder gebraten werden.
- Kartoffelpuffer: Gebratene Kartoffelfladen, die häufig mit Apfelmus angeboten werden.
- Thüringer Blechkuchen: Dazu gehören Kuchen mit Pflaumen, Äpfeln, Mohn oder Streuseln.
- Zwiebelgerichte: Besonders während des Weimarer Zwiebelmarktes werden zahlreiche Speisen mit Zwiebeln angeboten.
Typische Getränke
- Federweißer: Der junge Wein wird im Herbst besonders gern zum Weimarer Zwiebelkuchen getrunken.
- Thüringer Bier: Regionale Pils-, Kellerbier- und Schwarzbiersorten sind in Weimar weit verbreitet.
- Kräuterlikör: Thüringen ist für verschiedene würzige Kräuterliköre bekannt.
- Obstbrände: Brände aus Äpfeln, Birnen, Pflaumen und anderen regionalen Früchten werden häufig als Spezialitäten angeboten.
- Thüringer Fruchtsäfte: Besonders Apfel- und Beerensäfte aus regionalem Anbau sind beliebt.
Der Weimarer Zwiebelmarkt
Eine besondere kulinarische und touristische Tradition ist der Weimarer Zwiebelmarkt. Das Volksfest findet jedes Jahr im Oktober statt und gehört zu den ältesten und größten Volksfesten Thüringens.
Händler bieten kunstvoll geflochtene Zwiebelrispen, Zwiebelzöpfe, Blumen, Keramik, Kunsthandwerk und regionale Lebensmittel an. Daneben gehören Zwiebelkuchen, Thüringer Rostbratwurst, Federweißer und weitere regionale Spezialitäten fest zum Angebot.
Der Zwiebelmarkt zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland an und prägt das Bild der Stadt für ein komplettes Wochenende.
Typische Souvenirs aus Weimar
Beliebte Erinnerungsstücke greifen vor allem die Themen Weimarer Klassik, Bauhaus, Musikgeschichte und Zwiebelmarkt auf. Typische Souvenirs sind:
- Magnete mit dem Goethe- und Schiller-Denkmal
- Tassen und Gläser mit Weimarer Stadtmotiven
- Postkarten mit Goethes Wohnhaus, Schillers Wohnhaus oder der Anna Amalia Bibliothek
- Kunstdrucke und Poster mit klassischen Weimarer Sehenswürdigkeiten
- Bücher und Gedichtsammlungen von Goethe und Schiller
- Notizbücher und Schreibwaren mit bekannten Zitaten
- Bauhaus-Tassen, Poster, Schreibwaren und Designartikel
- Miniaturen des Goethe- und Schiller-Denkmals
- Nachbildungen von Goethes Gartenhaus
- Zwiebelzöpfe und dekorative Zwiebelrispen vom Zwiebelmarkt
- Regionale Wurstwaren und Thüringer Senf
- Schokolade und Süßwaren mit Weimarer Motiven
- Thüringer Bier, Obstbrand oder Kräuterlikör
- Keramik, Porzellan und kunsthandwerkliche Produkte aus Thüringen
Fazit
Weimar ist weit mehr als eine historische Kulisse. Die Stadt verbindet Literatur, Musik, Architektur, Design, Demokratiegeschichte und Erinnerungskultur auf einzigartige Weise. Auf vergleichsweise kleinem Raum lassen sich die Wohnhäuser großer Dichter, bedeutende Museen, prachtvolle Schlösser, historische Parkanlagen und moderne Ausstellungen entdecken.
Gleichzeitig zeigt Weimar die unterschiedlichen Seiten der deutschen Geschichte. Die humanistischen Ideen der Weimarer Klassik, die Gründung der ersten deutschen Republik, die revolutionären Gestaltungsideen des Bauhauses und die Verbrechen des Nationalsozialismus liegen geografisch eng beieinander.
Gerade diese Mischung macht Weimar zu einem der vielseitigsten Reiseziele Deutschlands. Die Stadt ist ein Ort, an dem bedeutende Abschnitte der europäischen Kultur- und Zeitgeschichte unmittelbar erlebbar werden. Ergänzt durch Thüringer Spezialitäten, traditionelle Feste und typische Souvenirs bietet Weimar Besuchern ein abwechslungsreiches und eindrucksvolles Gesamterlebnis.