Tierfiguren gehören zu den Klassikern im Spielwaren-, Souvenir- und Geschenkartikelhandel. Hunde, Katzen, Füchse, Eulen, Bären, Kühe oder exotische Tiere sprechen Kinder ebenso an wie Erwachsene. Während Kinder mit Tierfiguren spielen, Geschichten erfinden und ihre Lieblingstiere sammeln, stehen bei Erwachsenen häufig Dekoration, Erinnerungen, Humor oder der Sammelgedanke im Vordergrund.
Aktuelle Marktzahlen zeigen zudem, dass Spielwaren längst nicht mehr ausschließlich für Kinder gekauft werden. Die sogenannten „Kidults“ – Jugendliche und Erwachsene, die Spielwaren für sich selbst erwerben – entwickeln sich zu einer wichtigen Zielgruppe. Davon können insbesondere Tierfiguren, Plüschtiere, Sammelfiguren und dekorative Charaktere profitieren.
Für den Handel ergibt sich daraus eine interessante Chance: Mit einem gut zusammengestellten Sortiment an Tierfiguren lassen sich unterschiedliche Altersgruppen gleichzeitig erreichen.
Vom Kinderspielzeug zum generationsübergreifenden Produkt
Tiere begleiten Menschen von frühester Kindheit an. Bilderbücher, Kuscheltiere und Spielfiguren vermitteln Kindern häufig erste Geschichten und Charaktere anhand von Tieren. Ein Fuchs kann neugierig sein, ein Bär gemütlich, eine Eule klug und ein Hund besonders treu.
Diese emotionale Verbindung verschwindet im Erwachsenenalter nicht unbedingt. Sie verändert sich vielmehr.
Erwachsene kaufen Tierfiguren beispielsweise als:
- Dekoration für Wohnung, Arbeitsplatz oder Garten
- Souvenir und Erinnerung an einen Urlaubsort
- Geschenk für Freunde oder Familienmitglieder
- Sammlerartikel
- humorvollen Blickfang
- saisonale Dekoration
- Erinnerung an ein eigenes Haustier
- Symbol für eine bestimmte Region oder Landschaft
Damit befinden sich Tierfiguren an einer interessanten Schnittstelle zwischen Spielware, Geschenkartikel, Dekoration und Souvenir.
Erwachsene werden für den Spielwarenmarkt immer wichtiger
Wie stark sich die Zielgruppen verändern, zeigen aktuelle Zahlen aus der Spielwarenbranche.
Nach Daten von Circana wurden zwischen Oktober 2024 und September 2025 in den fünf großen europäischen Spielwarenmärkten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien rund 5,7 Milliarden Euro mit Spielwaren für Personen ab zwölf Jahren umgesetzt.
Damit entfielen bereits rund 32 Prozent des Spielwarenumsatzes auf diese Altersgruppe. Gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum wuchs das Segment sogar um 14 Prozent. Quelle: Spielwarenmesse – Toys for Kidults .
Auch in den USA zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Dort erreichte das entsprechende Marktsegment im gleichen Zeitraum rund 13,4 Milliarden US-Dollar und machte etwa 30,2 Prozent des gesamten Spielwarenmarktes aus.
Der Trend ist deshalb inzwischen auch auf der internationalen Spielwarenmesse deutlich sichtbar. Die Spielwarenmesse 2026 widmete der Zielgruppe mit „Toys for Kidults“ erneut eine eigene Erlebniswelt mit den Bereichen Collectibles, Creative Fantasy und Tabletop Games. Quelle: Spielwarenmesse – Special für erwachsene Spielzeugfans .
Für Händler bedeutet dies: Die klassische Trennung zwischen „Spielzeug für Kinder“ und „Produkten für Erwachsene“ wird zunehmend unschärfer.
Collectibles: Sammeln wird zum wichtigen Umsatztreiber
Besonders relevant für Tierfiguren ist der zunehmende Sammeltrend.
Nach Angaben von Circana stieg der weltweite Umsatz mit Collectibles 2025 um 32 Prozent. Sammelprodukte erreichten damit bereits fast 19 Prozent des gesamten Spielwarenumsatzes in den von Circana untersuchten Märkten. Quelle: Circana – Global Toy Industry 2025 .
Bereits im ersten Halbjahr 2025 waren die Umsätze mit Collectibles um rund 35 Prozent gewachsen. Zu den Wachstumstreibern gehörten insbesondere Sammelfiguren und andere Produkte, die über Serien, Charaktere und soziale Medien zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen. Quelle: Spielwarenmesse – Globaler Spielwarenmarkt .
Tierfiguren eignen sich für diesen Trend besonders gut. Aus einem einzelnen Tier lässt sich unkompliziert eine ganze Serie entwickeln: verschiedene Tierarten, unterschiedliche Posen, Größen, Farben oder saisonale Varianten.
Der Kunde kauft beispielsweise zunächst einen Fuchs. Daneben steht eine passende Eule, ein Igel oder ein Eichhörnchen. Aus einem einzelnen Kauf kann dadurch schnell der Wunsch entstehen, eine kleine Sammlung aufzubauen.
Genau dieser Effekt ist für den Handel interessant.
Warum Kinder Tierfiguren lieben
Für Kinder besitzen Tierfiguren zunächst einen hohen Spielwert. Tiere lassen sich leicht in Fantasiewelten integrieren und benötigen keine komplizierte Erklärung.
Ein Kind kann innerhalb weniger Sekunden aus einem Bären, einem Fuchs und einem Hasen eine Geschichte entwickeln. Die Figuren bekommen Namen, Eigenschaften und Rollen.
Gleichzeitig interessieren sich viele Kinder schon früh für reale Tiere. Bauernhof, Wald, Zoo oder Meer gehören zu den ersten Themenwelten, mit denen sie sich beschäftigen.
Tierfiguren verbinden deshalb Lernen und Fantasie. Kinder können Tierarten kennenlernen und gleichzeitig eigene Geschichten entwickeln.
Hinzu kommt der Sammelgedanke. Sind verschiedene Tiere einer Serie erhältlich, entsteht schnell der Wunsch nach weiteren Figuren.
Warum Erwachsene Tierfiguren kaufen
Bei Erwachsenen verändern sich die Kaufmotive.
Ein dekorativer Fuchs erinnert vielleicht an einen Urlaub im Schwarzwald. Eine Möwe steht für den letzten Urlaub an Nord- oder Ostsee. Ein Dackel mit humorvoller Gestaltung kann als Geschenk für einen Hundebesitzer dienen. Eine Eule passt als Herbstdekoration in das Wohnzimmer.
Tierfiguren transportieren Gefühle und Erinnerungen, ohne erklärungsbedürftig zu sein.
Gerade Character Toys gewinnen deshalb auch bei Erwachsenen an Bedeutung. Die Spielwarenmesse beschreibt, dass Figuren inzwischen nicht nur aus nostalgischen Gründen gekauft werden. Erwachsene verwenden sie unter anderem als Dekoration, Lifestyleprodukt, Sammlerobjekt und zur Darstellung der eigenen Interessen. Quelle: Spielwarenmesse – Kidults entdecken Character Toys .
Dadurch entstehen völlig neue Einsatzmöglichkeiten.
Eine Tierfigur muss nicht mehr eindeutig als Spielzeug oder Dekorationsartikel wahrgenommen werden. Sie kann gleichzeitig Sammlerobjekt, Geschenk und Wohnaccessoire sein.
Der „Cute“-Faktor funktioniert altersunabhängig
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Gestaltung.
Große Augen, rundliche Formen, freundliche Gesichtszüge oder leicht übertriebene Proportionen erzeugen schnell Sympathie. Diese Gestaltung funktioniert bei Kindern besonders gut, wird inzwischen jedoch zunehmend auch bei Produkten für Jugendliche und Erwachsene eingesetzt.
Dabei muss eine Tierfigur für Erwachsene keineswegs kindlich wirken.
Aktuelle Designs bewegen sich zwischen niedlich, humorvoll, stilisiert und hochwertig dekorativ. Gerade diese unterschiedlichen Stilrichtungen ermöglichen es Händlern, mehrere Zielgruppen anzusprechen.
Neben klassischen realistischen Tierfiguren entstehen deshalb zunehmend Charaktere mit Kleidung, Accessoires oder kleinen Geschichten.
Ein Dackel trägt beispielsweise einen Pullover, ein Fuchs einen Schal oder eine Möwe Gummistiefel. Aus dem Tier wird dadurch eine Persönlichkeit.
Tiere funktionieren hervorragend als regionale Souvenirs
Besonders interessant sind Tierfiguren für den Souvenirhandel.
Viele Tiere sind unmittelbar mit bestimmten Regionen verbunden. Kühe und Steinböcke erinnern an die Alpen, Möwen und Robben an die Küste, Füchse und Eichhörnchen an Waldregionen.
Dadurch können Tierfiguren eine Region repräsentieren, ohne dass zwingend der Name einer Stadt groß auf dem Produkt stehen muss.
Zusätzliche regionale Elemente verstärken diesen Effekt. Eine Tierfigur kann beispielsweise durch Tracht, typische Farben, Accessoires oder einen kleinen Schriftzug lokalisiert werden.
Für Souvenirshops ergeben sich dadurch Möglichkeiten für eigene Themenwelten: Alpen, Küste, Schwarzwald, Bauernhof, Waldtiere oder Zoo.
Das Tier wird zum emotionalen Botschafter des Reiseziels.
Social Media verstärkt den Trend zu Charakteren
Auch soziale Medien haben den Markt verändert.
Produkte werden heute nicht ausschließlich danach gekauft, wie sie im Regal aussehen. Sie müssen zunehmend auch fotografierbar sein.
Eine sympathische Tierfigur auf dem Schreibtisch, im Regal oder unterwegs im Urlaub lässt sich leicht fotografieren und teilen. Besonders Figuren mit auffälligen Gesichtsausdrücken oder ungewöhnlichen Accessoires besitzen dadurch zusätzliches Potenzial.
Circana nennt soziale Medien ausdrücklich als einen Faktor für das starke Wachstum von Collectibles. Hersteller entwickeln Serien und Charakterwelten, die sich online verbreiten und dadurch zusätzliche Sammelimpulse erzeugen können.
Für Händler bietet sich deshalb die Möglichkeit, Tierfiguren nicht nur als Einzelprodukte zu präsentieren, sondern kleine Geschichten und Themenwelten rund um die Charaktere aufzubauen.
Kleine Figuren eignen sich besonders für Impulskäufe
Ein zusätzlicher Vorteil vieler Tierfiguren ist ihre Preislage.
Kleinere Figuren, Schlüsselanhänger oder Mini-Plüschtiere benötigen wenig Verkaufsfläche und liegen häufig in einem Preisbereich, in dem Kunden spontan zugreifen.
Gerade in Souvenirshops, Museumsshops, Zooshops, Freizeitparks, Touristinformationen und Geschenkartikelläden spielen solche Impulskäufe eine wichtige Rolle.
Eine gut platzierte Tierfigur an der Kasse kann als kleines Mitbringsel für Kinder dienen – gleichzeitig kann derselbe Artikel von einem erwachsenen Kunden als Geschenk oder Sammlerobjekt gekauft werden.
Dadurch erreicht ein Produkt mehrere Kaufanlässe gleichzeitig.
Saisonale Tierfiguren schaffen zusätzliche Verkaufsanlässe
Tierfiguren lassen sich außerdem hervorragend saisonal einsetzen.
Im Frühling funktionieren Hasen, Küken und andere Bauernhoftiere. Im Herbst stehen Füchse, Eulen, Eichhörnchen und Igel im Mittelpunkt. Zur Weihnachtszeit lassen sich Hunde, Bären oder Waldtiere mit Mützen, Schals oder weihnachtlichen Accessoires kombinieren.
Statt ein komplett neues Sortiment aufzubauen, können Händler bekannte Tierwelten dadurch immer wieder saisonal interpretieren.
Gleichzeitig entstehen zusätzliche Möglichkeiten für Themenpräsentationen am Point of Sale.
Der Spielwarenmarkt wächst – und ältere Zielgruppen treiben die Entwicklung mit
Die Bedeutung dieser Entwicklung dürfte weiter zunehmen.
Circana meldete für die zwölf Monate bis Juni 2026 ein Umsatzwachstum von 9,5 Prozent in den beobachteten internationalen Spielwarenmärkten. Allein im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 14 Prozent. Quelle: Spielwarenmesse – Circana Report .
Bereits für 2025 hatte Circana darauf hingewiesen, dass Teenager und Erwachsene einen erheblichen Anteil am Wachstum ausmachen. Plüschtiere, Sammlerstücke und Figuren gehörten dabei ausdrücklich zu den Produktgruppen, die über verschiedene Altersgruppen hinweg an Nachfrage gewinnen.
Hinzu kommt eine zunehmende Verschmelzung von Spielwaren und Lifestyleprodukten.
Eine Figur kann heute Spielzeug, Sammelobjekt, Wohnaccessoire und Social-Media-Motiv zugleich sein.
Was bedeutet der Trend für Wiederverkäufer?
Für Wiederverkäufer lohnt es sich deshalb, Tierfiguren nicht ausschließlich innerhalb klassischer Altersgruppen zu betrachten.
Ein erfolgreicher Sortimentsmix kann unterschiedliche Stilrichtungen miteinander kombinieren: klassische Tierdarstellungen für Kinder und Familien, humorvolle Charaktere als Geschenkartikel, regionale Tiere für den Souvenirhandel sowie dekorative oder saisonale Figuren für erwachsene Käufer.
Besonders interessant sind Serien, bei denen Kunden mehrere zusammengehörende Motive entdecken können. Sie fördern den Sammelgedanken und ermöglichen gleichzeitig attraktive Präsentationen auf kleiner Verkaufsfläche.
Auch die Kombination unterschiedlicher Produktgruppen kann sinnvoll sein. Ein beliebtes Tiermotiv kann beispielsweise als Figur, Plüschtier, Schlüsselanhänger oder Dekorationsartikel angeboten werden.
So entsteht eine kleine Themenwelt statt eines einzelnen Artikels.
Fazit: Tierfiguren verbinden Generationen
Tierfiguren gehören zu den Produktgruppen, deren Attraktivität kaum an ein bestimmtes Alter gebunden ist.
Kinder entdecken mit ihnen Tiere, spielen Geschichten nach und bauen Sammlungen auf. Erwachsene verbinden mit ihnen Erinnerungen, Humor, Dekoration, Nostalgie oder persönliche Interessen.
Aktuelle Marktdaten bestätigen gleichzeitig, dass Erwachsene für die Spielwarenbranche immer wichtiger werden. In den fünf größten europäischen Märkten entfallen inzwischen rund 32 Prozent der Spielwarenumsätze auf Konsumenten ab zwölf Jahren, während Collectibles weltweit deutlich zweistellige Wachstumsraten erreichen.
Für Souvenirshops, Geschenkartikelläden, Zooshops, Museumsshops und andere Wiederverkäufer eröffnet diese Entwicklung zusätzliche Chancen.
Euro Souvenirs GmbH bietet Wiederverkäufern eine große Auswahl an Tierfiguren, Plüschtieren, Souvenirs und Geschenkartikeln für unterschiedliche Themenwelten und Zielgruppen. Ob Waldtiere, Haustiere, maritime Motive, Bauernhoftiere oder humorvolle Charaktere – ein abwechslungsreich zusammengestelltes Sortiment kann Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Entdecken, Sammeln und Verschenken animieren.